Warum lädt mein Handy kabellos so langsam? Sieben Lösungen

Sie legen das Handy um 23 Uhr hin, nehmen es um 7 Uhr wieder auf, und es steht bei 64 Prozent. Kabelloses Laden hat den Ruf, langsam zu sein, und ein Teil davon ist Physik. Die meiste Langsamkeit in der Praxis hat aber eine von wenigen behebbaren Ursachen. Hier sind sie in der Reihenfolge, die das Problem am schnellsten findet.

1. Die Stromversorgung, nicht das Pad

Das ist öfter die Antwort als alles Übrige zusammen. Ein Ladepad kann nur abgeben, was hineingeht, und viele Pads stecken an irgendeinem alten Netzteil aus der Schublade. Ein 5-W-Handynetzteil von vor zehn Jahren kann ein 15-W-Pad physikalisch nicht bedienen.

Prüfen Sie die Ausgangsleistung des Netzteils, klein auf das Gehäuse gedruckt. Unterstützt es nicht die Leistung und das Protokoll, das Ihr Pad erwartet, meist USB-C Power Delivery, fällt das Pad still in seinen langsamsten Modus zurück und sagt Ihnen nichts davon.

2. Die Ausrichtung

Kabelloses Laden ist induktiv: Eine Spule im Pad und eine Spule im Handy müssen sich überlappen. Verschieben Sie das Handy fünfzehn Millimeter aus der Mitte, und die Effizienz fällt deutlich. Verschieben Sie es dreißig, kann es ganz aufhören oder, schlimmer, im Schneckentempo laden und dabei Wärme erzeugen.

Genau dafür wurde die magnetische Ausrichtung erfunden, und deshalb wirken Magnet-Pads in der Praxis so viel zuverlässiger. Mehr dazu in Qi2 erklärt.

3. Wärme

Jedes Handy drosselt das Laden, wenn der Akku warm wird, denn Wärme ist das, was Lithiumzellen tatsächlich altern lässt. Kabelloses Laden erzeugt mehr Abwärme als ein Kabel und erreicht diese Schwelle daher früher.

Häufige Ursachen: Das Pad steht in direkter Sonne, das Handy lädt auf einer weichen Unterlage, die Wärme staut, eine dicke Hülle wirkt als Dämmung, oder es lädt, während die Navigation läuft. Nehmen Sie das Pad von der Fensterbank und aus dem Bett, und die Geschwindigkeit erholt sich oft vollständig.

4. Die Hülle, oder was darin steckt

Die Dicke ist der naheliegende Faktor, die meisten Pads schaffen bis etwa 3 mm und tun sich darüber schwer. Das größere Problem ist der Inhalt. Eine Karte oder eine Münze zwischen Handy und Pad blockiert das Feld und erhitzt sich. Einzelheiten in Laden durch Hülle, Karte oder Geldbörse.

5. Das Kabel

Nicht alle USB-C-Kabel sind gleich. Reine Ladekabel und dünne Datenkabel können die Leistung ausbremsen. Wenn alles andere stimmt, tauschen Sie das Kabel, bevor Sie das Pad ersetzen. Es ist der billigste Test auf dieser Liste.

6. Hintergrundaktivität

Ein Handy, das ein großes Update lädt, Ortungsdienste betreibt oder Fotos sichert, zieht Strom, während es lädt. Der Nettogewinn sinkt entsprechend, und bei geringer kabelloser Leistung kann ein beschäftigtes Handy tatsächlich nahe an null herankommen.

7. Absichtlich langsames Laden

iOS und Android enthalten inzwischen optimiertes oder adaptives Laden, das den Akku über Nacht bewusst bei rund 80 Prozent hält und die Ladung erst vor Ihrem üblichen Wecker abschließt. Steht Ihr Handy um 3 Uhr bei 80 Prozent und um 7 Uhr bei 100, ist nichts kaputt. Die Funktion arbeitet, und sie ist gut für den Akku. Warum das hilft, steht in Schadet kabelloses Laden dem Akku.

Die realistische Erwartung

Kabellos ist nicht die Überholspur und will es auch nicht sein. Sein Vorteil ist, dass das Ablegen eines Handys reibungslos ist, sodass es in jeder kleinen Lücke des Tages lädt statt in einer langen Sitzung. Ein Pad auf dem Schreibtisch und ein Pad am Bett schlagen ein schnelles Kabel, das Sie erst einstecken müssen. Der vollständige Vergleich steht in Kabelloses Laden oder Kabel.