Wie RFID-Schutz funktioniert: die Physik im Aluminium-Wallet
RFID-Schutz klingt nach etwas, das Elektronik, Batterien oder zumindest einen eigenen Chip braucht. Nichts davon trifft zu. Der Schutz in einer guten Geldbörse ist ein Stück Physik, das fast zwei Jahrhunderte alt ist. So funktioniert er, allgemein verständlich erklärt.
Wie kontaktlose Karten sprechen
Eine kontaktlose Karte hat keine Batterie. Im Kunststoff stecken ein Chip und eine Drahtschleife, die als Antenne dient. Erzeugt ein Bezahlterminal ein Funkfeld, entnimmt die Schleife ihm etwas Energie, weckt den Chip und antwortet. Das ganze Gespräch läuft über wenige Zentimeter und dauert den Bruchteil einer Sekunde.
Der entscheidende Punkt: Die Karte kann das Gespräch nicht ablehnen. Erreicht sie ein ausreichend starkes Feld, antwortet sie. Genau das nutzen Skimmer aus.
Der faradaysche Käfig
1836 zeigte Michael Faraday, dass eine leitfähige Hülle äußere elektrische Felder um ihre Oberfläche herumleitet und den Raum im Inneren ruhig lässt. Stellen Sie ein Radio in eine Metallkiste, und es verstummt. Die Kiste schluckt das Signal weniger, als dass sie es um den Inhalt herumführt.
Eine Geldbörse mit RFID-Schutz ist ein kleiner faradayscher Käfig, geformt um einen Kartenstapel. Das Feld des Lesegeräts verteilt sich im Metall, statt die Antennenschleife im Inneren zu erreichen. Es kommt keine Energie an der Karte an, der Chip wacht nie auf, und es gibt nichts zu skimmen.
Warum Aluminium das richtige Metall ist
Zahlungskarten funken bei 13,56 MHz. Bei dieser Frequenz ist Aluminium ein hervorragender Leiter, sodass schon eine dünne Wand genügt, und es wiegt kaum etwas. Diese Kombination ist der Grund, warum der Kern des Riva Wallet doppelte Arbeit leistet. Dasselbe Aluminiumgehäuse, das Ihre Karten hält und sie per Pop-up-Hebel auffächert, bildet zugleich den Käfig, der Lesegeräte aussperrt. Das Vollnarbenleder darum herum ist für Ihre Hand da, nicht für die Abschirmung.
Funktionieren Schutzhüllen und Blocker-Karten?
Folienbeschichtete Hüllen wirken, solange die Karte in der Hülle steckt. In der Praxis heißt das: bis die Hülle reißt oder auf einer Ladentheke liegen bleibt. Sogenannte Jammer-Karten unterscheiden sich stark in ihrer Reichweite, und ihr Schutz hängt davon ab, wo sie im Stapel sitzen. Eine Metallhülle ist die langweilige, zuverlässige Variante. Sie hat keine Richtung, keine Batterie und nichts, was sich abnutzt.
Testen Sie es selbst
Legen Sie Ihre Karten ein, schließen Sie die Geldbörse und halten Sie sie beim nächsten kleinen Einkauf flach an das Bezahlterminal. Läuft das Terminal in eine Zeitüberschreitung, funktioniert Ihre Abschirmung. Mit einer Riva machen Sie es an den meisten Tagen umgekehrt: Karte herauspoppen, tippen, zurück in den Käfig.
Sie fragen sich noch, ob die Gefahr die Abschirmung überhaupt rechtfertigt? In Ist RFID-Schutz sinnvoll? finden Sie das ehrliche Risikobild.