Können Magnete Kreditkarten beschädigen? Magnetverschlüsse erklärt
Magnetverschlüsse sind heute überall. Taschen, Handyhüllen und Geldbörsen schließen mit verborgenen Magneten. Das wirft für alles, was neben Ihren Bankkarten lebt, eine berechtigte Frage auf: Können Magnete Kreditkarten beschädigen? Die kurze Antwort: Moderne Karten sind deutlich robuster als ihr Ruf. Die lange Antwort ist zwei Minuten wert.
Chips interessieren sich nicht für Magnete
Der Chip auf Ihrer Karte ist ein kleiner Computer. Er speichert Daten in einem Halbleiterspeicher, an den ein Haushaltsmagnet nicht herankommt. Kontaktloses Bezahlen läuft über denselben Chip und seine Antenne, und keines von beidem hat einen magnetischen Bestandteil, der sich zerstören ließe. Sie könnten eine Chipkarte ein Jahr lang auf einem Stapel Kühlschrankmagnete liegen lassen, und sie würde weiter fröhlich funken.
Der Magnetstreifen ist der empfindliche Teil
Der schwarze Streifen auf der Rückseite speichert Daten magnetisch, so wie früher Kassetten. Ein starker Magnet, direkt an den Streifen gehalten, kann ihn schwächen oder durcheinanderbringen. Daher kommt die Angst, und vor Jahrzehnten war sie berechtigt.
Zwei Dinge haben sich geändert. Erstens wurden die Streifenmaterialien besser. Karten nutzen heute hochkoerzitive Streifen, für deren Veränderung es ein wirklich starkes Feld braucht. Zweitens spielt der Streifen kaum noch eine Rolle. In Europa läuft nahezu jede Zahlung über Chip oder kontaktlos, und viele neue Karten kommen ganz ohne Streifen.
Und Hotelkarten?
Ältere Hotelkarten nutzen niedrigkoerzitive Streifen. Deshalb geben sie in Hosentaschen so oft den Geist auf. Halten Sie sie nach Möglichkeit von Magneten und Handys fern, oder lassen Sie sie an der Rezeption einfach neu beschreiben. Ihre Bankkarte ist anders gebaut.
Sind Geldbörsen mit Magnetverschluss also sicher?
Ja, mit einer Einschränkung. Gemeint sind Verschlussmagnete, nicht Lautsprechermagnete oder Handyhalterungen, die stundenlang auf dem Streifen liegen. Ein Geldbörsenverschluss nutzt kleine Magnete, die eine Lasche zuhalten. Beim Riva Wallet hält die magnetische Dreifachfaltung Ihre Scheine, während die Karten selbst in einem Aluminiumgehäuse abseits des Verschlusses sitzen. Die Bauweise hält die Magnete dort, wo das Geld gefaltet wird, und nicht dort, wo die Streifen liegen.
Das Fazit
Behandeln Sie die Warnung als historisch. Chip und kontaktlos sind gegen Alltagsmagnete immun, moderne Streifen sind widerstandsfähig, und eine gut gestaltete Geldbörse platziert ihre Magnete ohnehin abseits Ihrer Karten. Wenn Sie Sicherheit umtreibt, ist das Auslesen per Funk die aktuellere Sorge. Die Abwehr erklären wir in Wie RFID-Schutz funktioniert.